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Kommunikation und Vernetzung

Wir alle sind mit unseren Mitmenschen, mit unserer Umgebung vernetzt. In diesem Netzwerk kommunizieren wir dauernd, wobei die Kommunikation selbstverständlich auch nonverbaler Natur sein kann. Wenn wir jemanden nicht ansehen (ignorieren) kommunizieren wir genauso, wie wenn wir jemanden anstarren. Wenn wir die Türe beim Verlassen des Büros von unserem Vorgesetzen zuschlagen, kommunizieren wir ebenso wie wenn wir diese Türe offen lassen. Mit anderen Worten: man kann gar nicht „nicht kommunizieren“.

Wir tauschen mit unserer Umgebung andauernd Signale aus – der weitaus grösste Teil dieses Informationsaustausches geschieht (scheinbar) unbewusst. Gleichgültig ob diese Signale bewusst oder unbewusst empfangen worden sind, sie bewirken bei uns etwas. Genauso wie unsere bewusst oder unbewusst ausgesendeten Signale bei unserer Umgebung eine Wirkung entfalten. Diesem ständigen Geben und Nehmen von Informationen kann sich niemand entziehen. Wir sind in unsere Umgebung eingebettet, oder moderner ausgedrückt: wir sind vernetzt - ob wir es wollen oder nicht.

Technische Hilfsmittel ermöglichen die virtuelle Vernetzung

Technische Hilfsmittel, wie z.B. Telefonie, Internet aber auch Radio und Fernsehen haben den Wirkungskreis unserer Vernetzung stark vergrössert. Zuvor waren wir mehrheitlich mit unserer unmittelbaren physischen Umgebung vernetzt. Betrachten wir die Veränderung am Beispiel des Telefons: Vorher näherte man sich einem fremden Menschen im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt an, wenn man mit ihm sprechen wollte. Bevor es zum ersten Wortwechsel kam, wurde bereits eine Menge nonverbaler Signale ausgetauscht. Mit Hilfe des Telefons können wir praktisch schlagartig mit jemandem in Australien sprechen, ein paar Sekunden später mit jemandem in den USA, usw. Die Zeit, um sich auf die andere Person einzustellen, nonverbale Signale auszutauschen und zu interpretieren ist dadurch stark verkleinert worden. Innert Sekunden sprechen wir mit einem ganz anderen Menschen, aus einem ganz anderen Umfeld.

Unsere Fähigkeit zu kommunizieren musste sich diesem technischen Fortschritt erst anpassen. Bei der Telefonie ist die Veränderung aber auch nicht innert weniger Jahre zustande gekommen, denn die weltweite Verbreitung des Telefons dauerte etwa eine Menschen-Generation. Zudem hinderten anfänglich hohe Minutenpreise eine allzu häufige Nutzung dieses Hilfsmittels. Die Menschheit hatte also Zeit, sich an das Telefonieren und seine Auswirkungen zu gewöhnen.

Die neusten Entwicklungen in der Kommunikation (Mobiltelefone, Internet, Bildtelefone, usw.) haben sich demgegenüber innert wesentlich kürzerer Zeit ausgebreitet, in der Regel innert weniger Jahre. Man darf deshalb auch nicht verwundert sein, wenn – objektiv betrachtet – sehr viele Menschen diese neuen Hilfsmittel falsch einsetzen, obwohl die Betroffenen sich dessen in der Regel gar nicht bewusst sind oder dies nicht zugeben würden.

Auswirkungen

Welches sind nun die Auswirkungen auf unsere Arbeit? Während früher vorallem mit Personen zusammen gearbeitet wurde, welche sich am selben Ort befanden (gleiche Adresse), arbeiten wir heute zunehmend mit Personen zusammen, welche sich an geographisch entfernten Orten befinden. Betrachten wir als Beispiel jemanden, welcher von zu Hause aus arbeitet, ein sogenannter Home Office Worker. Diese Person wird für ihre Arbeit zweifellos nach wie vor in eine oder mehrere Gruppen integriert sein. Ein Home Office Worker trifft seine Arbeitskollegen nicht mehr zu einer Besprechung, er trifft sie aber auch nicht zufällig im Korridor oder auf dem Weg zur Arbeit. Die Kommunikation findet praktisch nur noch über technische Hilfsmittel statt.

Dies ist eine gewaltige Veränderung! Diese Veränderung ist zunächst weder positiv noch negativ, sondern sie wird das, was der Einzelne daraus macht. Man sollte sich einfach bewusst sein, dass die Arbeit in einer virtuellen Gruppe (kaum physische Begegnungen innerhalb dem Team) gegenüber der Arbeit in einer herkömmlichen Gruppe (man arbeitet mehr oder weniger am selben Ort) eine grosse Veränderung darstellt. Diese Veränderung ist zudem in äusserst kurzer Zeit eingetreten, sodass die Umstellungszeit für die Betroffenen entsprechend kurz war bzw. ist. Diese Änderung ist aber nicht nur eine Gefahr, sondern auch eine Chance für alle Beteiligten, sowohl für jeden Einzelnen, als auch für die Gruppe bzw. das Netzwerk als Ganzes.

Wir helfen Ihnen gerne, diese Chancen wahrzunehmen und die Klippen zu umschiffen. Das konkrete Vorgehen ist sehr individuell und wird für jeden „Fall“ einzeln erarbeitet. Das Ziel unserer Tätigkeit ist dabei jeweils eine „Hilfe zur Selbsthilfe“, d.h. die Beteiligten sollen möglichst bald wieder ihre Ziele auch ohne externe Hilfe erreichen können. Unser Tätigkeitsgebiet umfasst dabei sowohl Coaching für Einzelpersonen als auch für Arbeitsgruppen, Teams, Gemeinschaften, Genossenschaften, virtuelle Firmen, usw.

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